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WEBDESIGN FALL 2

Telekommunikationsanbieter

 

Es war einmal ein Telekommunikationsanbieter, ein Ableger eines großen Konzerns. Der Geschäftsführer hat Kontakte zu einem Screendesigner, der fürs Fernsehen Multimedia Anwendungen entwickelt. Von Webdesign hat der begnadete Designer keine Ahnung. Egal, Screen ist Screen.

 

In einem Meeting präsentiert der Designer den ersten Entwurf. Die Geschäftsführung und der Webmaster sind anwesend und bestaunen die Navigation, die aus 3D Buttons besteht. Alles vom Feinsten, runde JavaSript-Animationen der neuesten Generation sind im Webdesign der große Renner.  Beim Klicken erscheinen alle 4 Geschäftsfelder an den äußeren Ecken des Monitors. Die Tatsache, dass die Besucher über unterschiedliche Bildschirmauflösungen verfügen, scheint der  Screendesigner in diesem Stadium noch nicht zu kennen.

 

Von Suchmaschinenoptimierung spricht im zweiten Meeting keiner. Ein Titelbild muss her, das harmonisch mit dem anvisierten tiefblauen Hintergrund verschmilzt. Sowohl die Menüführung als auch die Texte müssen in der Firmenschrift gehalten sein, die sich in der Vergangenheit als elegant, klassisch und modern zugleich bewährt hat. Die Verantwortung für die Texte liegt im Aufgabenbereich einer Dame aus dem Marketing, die federführend Werbetexte an den Screendesigner liefert. Textänderungen bedeuten neue Grafiken, Zusatzkosten entstehen, eine Tatsache, die niemand stört.

 

Die Dame aus dem Marketing arbeitet schneller als der Screendesigner. Abstimmungen mit dem Screendesingner erfolgen nicht. In Eigenregie pflegt die Dame Textänderungen in die Grafiken ein. Das Projekt steht vor dem Aus.  Das Webdesign  ist  verhagelt und vollkommen unausgereift. In einem Meeting sprechen die Entscheidungsfinder Defizite an. Statt der Firmenschrift ist bei den Grafiken eine Standardschrift zu verwenden. Kompromisse müssen sein, räumt der Geschäftsführer ein, aber an der Firmenschrift in der Navigation hält er eisern fest.

  

72 kleine Bildschnipsel sind der Bestandteil einer aufwendigen JavaScript Programmierung. Die Navigation klappt wunderbar und interaktiv auf.

 

In den Zuständigkeitsbereich des Webmasters fällt die HTML Programmierung. Anhand der vielen Funktionen stößt er an seine Grenzen. Die Programmierung erfolgt nebenbei, da dessen Hauptaufgabe in der Betreuung der Telefonserver besteht. Eine Webagentur wird dies schon richten. Das Webdesign stehe schließlich fest und die Grafiken sind ja so gut wie fertig.

 

Die Webagentur nimmt ihre Aufgabe ernst. Fragen nach einer Suchmaschinenoptimierung tritt der Screendesigner  ernsthaft entgegen. Wozu Suchmaschinenoptimierung? Die Leute kennen die Firma und die Webadresse werde schließlich überall kommuniziert. Die Webagentur soll sich um ihren eigenen Kram kümmern und dafür sorgen, den Auftrag zügig zu erfüllen.

Der große Tag ist gekommen. Der Geschäftsführer startet den neuen Webauftritt. Das Design ist hakelig und die Animation  zeigen die Browser nicht an. Bei der  Aktualisierung stürzt der Rechner ab. Ein Hardwarefehler, das hat sicherlich nichts mit der hochmodernen JavaScript Animation zu tun. Der zweite Versuch ist erfolgreich. Die Klickgeräusche der Navigation kommen gut rüber. Der Geschäftsführer ist begeistert.

 

Sechs Monate später steht eine Erweiterung an, ein neues Geschäftsfeld gilt es zu integrieren. Der Screendesigner ist gerade in Übersee unterwegs, ein gefragter Mann, die Webagentur wird es auch ohne dessen Hilfe hinbekommen.

Die Webagentur erkundigt sich nach dem Besucheraufkommen. Na ja, so hundert am Tag kommen schon zusammen,  berichtet der Webmaster. In den letzten Monaten gingen sogar 14 Kundenanfragen ein.

 

Nicht schlecht für eine Seite, die eine Summe von 70.000 Euro verschlungen hat.

Es kam, wie es kommen musste. Die Firma ist von der Bildfläche verschwunden. Fehlerhaftes Webdesign und eine nicht adaptierte Suchmaschinenoptimierung haben dem Unternehmen das Genick gebrochen.